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Update zur Analyse der Transferleistungen zur Unterstützung von Haushalten mit Kindern in Österreich – Methodik und Gesamtergebnisse für das Analysejahr 2025

Autor*innen:
Franz Prettenthaler, Judith Köberl, Sabrina Dreisiebner-Lanz, Claudia Winkler
Abstract:
Mit dem Ziel, den aktuellen Beitrag der öffentlichen Hand zur Deckung der Kosten, die in privaten Haushalten durch Kinder entstehen, zu erheben und hinsichtlich der Verteilungsgerechtigkeit zwischen unterschiedlichen Haushaltsformen zu analysieren, wurden in Prettenthaler et al. (2022) die kinderinduzierten Transferleistungen basierend auf Modellsimulationen des Steuer- und Transfersystems für das Jahr 2021 ausgewertet. Bald nach Erstellung der Studie setzte – unter anderem auch getrieben von der starken Teuerung – eine sehr dynamische Entwicklung im Bereich des Steuer- und Transfersystems ein. Daher wurde für das Jahr 2023 erstmals eine Aktualisierung der Analyse vorgenommen, die die zwischenzeitlichen Änderungen im Steuer- und Transfersystem und deren Auswirkungen auf die kinderinduzierten Transfers behandelt (Prettenthaler et al. 2024). Auch nach 2023 blieb die Entwicklung im Steuer- und Transfersystem dynamisch. Ziel der gegenständlichen Studie ist daher eine erneute Aktualisierung der in Prettenthaler et al. (2022; 2024) durchgeführten Analysen der familienbezogenen Effekte des Steuer- und Transfersystems auf das Jahr 2025. Dabei wird, wie in den Vorgängerstudien, der Beitrag der öffentlichen Hand zur Deckung der für Kinder entstehenden Kosten privater Haushalte – bei Inanspruchnahme aller zustehenden Leistungen – in Form der kinderinduzierten Transfers erhoben. Als „kinderinduziert“ werden dabei Transferleistungen definiert, die sich durch die Anwesenheit von Kindern im Haushalt ergeben. Das Konzept der kinderinduzierten Transferleistungen berücksichtigt somit sowohl explizit kinderbezogene Transfers (zum Beispiel Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag, Familienbonus Plus et cetera) als auch Transfers, deren Berechnungsgrundlage durch Kinder im Haushalt beeinflusst wird (zum Beispiel Mindestsicherung/Sozialhilfe, Wohnbeihilfe, Heizkostenzuschuss et cetera). Die Auswahl der zu berücksichtigenden Transferleistungen erfolgt anhand der Kriterien der Vorgängerstudien, um eine möglichst hohe Vergleichbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen und auf diese Weise die Entwicklung der kinderinduzierten Transfers gegenüber 2021 und 2023 im Vergleich zur zwischenzeitlichen Teuerung veranschaulichen zu können. Gemäß den aggregierten Simulationsergebnissen können im Analysejahr 2025 über weite Teile des Einkommensspektrums sowohl gegenüber 2021 als auch gegenüber 2023 reale Zugewinne in den kinderinduzierten Transfers verzeichnet werden. Dies betrifft insbesondere die unteren Einkommensdezile, während in den mittleren und oberen Dezilen gegenüber vorangegangenen Analysejahren zum Teil auch reale Rückgänge zu beobachten sind. Gemittelt über die ersten neun Einkommensdezile sind die kinderinduzierten Transfers je nach betrachteter Erwachsenenkonstellation sowie Anzahl und Altersklasse der Kinder und bereinigt um die Inflation um 3,1 Prozent bis 20,5 Prozent gegenüber 2021 gestiegen. Gegenüber 2023 beträgt der reale Anstieg im Mittel zwischen 3,1 Prozent und 17,7 Prozent, wenn der Effekt der damals temporär implementierten Anti-Teuerungsmaßnahmen außer Acht gelassen wird. Bei Berücksichtigung der 2023 wirkenden temporären Maßnahmen beläuft sich der reale Zuwachs hingegen auf 0,3 Prozent bis 8,6 Prozent.
Titel:
Update zur Analyse der Transferleistungen zur Unterstützung von Haushalten mit Kindern in Österreich – Methodik und Gesamtergebnisse für das Analysejahr 2025
Publikationsdatum
01.12.2025

Publikationsreihe

Weitere Dateien und links
Jahr/Monat:
2025
/ 12

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