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Klimapakt Graz: Diskussion über die Vision Graz 2040

Als Abschluss der Mitmach-Woche zum Klimapakt Graz fand am 27. Februar in der Stadtbibliothek Graz Zanklhof eine Diskussionsrunde statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtverwaltung, Wirtschaft und Forschung diskutierten, wie Graz das Ziel Klimaneutralität erreichen kann.

Diskussionsrunde im Zanklhof Graz über Klimapakt Vision Graz 2040

Klimapakt Graz Diskussionstunde: Vizebürgermeisterin Judith Schwendtner, Moderator Wolf-Timo Köhler, IV-Vertreter Markus Ritter, Umweltpsychologe Sebastian Seebauer, Architektin Andrea Jany und Forscherin Martina Majcen v.l.; Bild: JOANNEUM RESEARCH

Ein zentraler Tenor der Veranstaltung: Klimaschutz ist eine gemeinsame Aufgabe von Verwaltung, Unternehmen, Forschung und Bevölkerung.

Die Stadt Graz setzt dabei auf eine Kombination aus Information, Beratung und konkreten Angeboten. Für Bürgerinnen und Bürger gibt es Workshops, Informationsveranstaltungen und praktische Hilfsmittel – etwa ausleihbare Energiekostenmessgeräte oder Wärmebildkameras über die Stadtbibliothek (Dingeborg).

Auch die Wirtschaft sieht sich in der Verantwortung. Vertreter der Industrie betonten ihre Rolle bei der Entwicklung klimafreundlicher Technologien und effizienterer Produktionsprozesse. Gleichzeitig sei ein innovationsfreundliches Umfeld wichtig, damit neue Lösungen entstehen und international verbreitet werden können.

Forschungseinrichtungen bringen dabei wissenschaftliche Perspektiven und Methoden ein. JOANNEUM RESEARCH gehört zu den Organisationen, die den Klimapakt unterzeichnet haben. Umweltpsychologe Sebastian Seebauer betonte in der Diskussion die Bedeutung psychologischer Faktoren für klimafreundliches Verhalten. Entscheidend sei, dass Menschen Vertrauen in ihre eigene Handlungsmacht entwickeln:

„Ein ganz starker Faktor ist die Selbstwirksamkeitsüberzeugung – also das Zutrauen, dass man selbst etwas verändern kann.“

Neben technischen Lösungen brauche es daher Formate, in denen Menschen neue Verhaltensweisen ausprobieren können. Beispiele sind zeitlich begrenzte Aktionen oder gemeinschaftliche Experimente im Alltag. Solche Erfahrungen könnten helfen, Unsicherheiten abzubauen und Veränderungen dauerhaft zu etablieren.

„Maßnahmen, die dieses Zutrauen stärken, werden viel wirksamer sein, als nur Angebote bereitzustellen und zu hoffen, dass sie genutzt werden“, so Seebauer.

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war das Zusammenspiel verschiedener Wissensformen. Forschung könne Prozesse strukturieren, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und Maßnahmen evaluieren. Gleichzeitig sei praktisches Wissen aus Verwaltung, Wirtschaft und Alltagserfahrungen ebenso wichtig.

Die Diskussion machte deutlich: Der Klimapakt Graz versteht sich als Plattform, um diese unterschiedlichen Akteur*innen zu vernetzen und gemeinsam konkrete Schritte in Richtung Klimaneutralität zu entwickeln.

Kontaktpersonen

Mag. Dr. Sebastian Seebauer
Stv. Forschungsgruppenleitung
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