• Menü menu
  • menu Menü öffnen
Projekte -  
Digital

Kura:Div

LAUFZEIT:

08/2024

02/2027

Projektlaufzeit gesamt:

2 1/2 Jahre

Eine App zur gender- und diversitysensiblen zielgruppengerechten Ansprache bei Ausstellungen
Bild generiert mit Hilfe von KI, Idealversion einer inklusiven Ausstellungsgestaltung Foto: JOANNUM JOANNEUM RESEARCH

Bild generiert mit Hilfe von KI, Idealversion einer inklusiven Ausstellungsgestaltung Foto: JOANNUM JOANNEUM RESEARCH

Das Projekt

Unser Forschungsprojekt widmet sich der Entwicklung einer innovativen App, die Museumsmitarbeitende bei der inklusiven und gendergerechten Ausstellungsplanung unterstützt. Ziel ist es, niederschwellige, praxisnahe Informationen bereitzustellen, um eine barrierefreie Gestaltung zu ermöglichen und das Bewusstsein für Gender- und Inklusionsaspekte im Kulturbereich zu stärken.

Durch die Erhebung von Anforderungen unterschiedlicher Gender- und Diversitätsgruppen sowie die Analyse von Wahrnehmungsbarrieren entwickelt das Projekt ein digitales Werkzeug, das während der Planung konkrete Handlungsempfehlungen gibt. Die „Kurator Companion App“ trägt dazu bei, die Akzeptanz und Relevanz von Gender-Themen in Forschungs- und Praxisfeldern zu steigern und Ausstellungen für ein breites Publikum zugänglicher zu machen.

Keine Datei zugewiesen.

B-NK GmbH
Public Opinion Marketing- und Kommunikationsberatungs-GmbH
büro für volkskundliche forschung und museologie
Museumsbund Österreich

Details zum Projekt

Die individuelle Wahrnehmung einer Ausstellung wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, darunter Geschlecht, Altersgruppe, kognitive oder körperliche Beeinträchtigungen sowie kultureller Hintergrund. Um eine breite Zielgruppe zu erreichen, ist es essenziell, diese Aspekte gezielt zu berücksichtigen. Museen verfolgen vielfältige Ziele – von Bildungs- und Vermittlungsaufgaben über emotionale und reflektierende Impulse bis hin zur Förderung kulturellen Verständnisses. Eine inklusive Gestaltung trägt entscheidend dazu bei, diese Ziele für alle Besucher*innen zugänglich zu machen.

 

Projektziele

  • Erhebung der Anforderungen diverser Gender- und Diversitätsgruppen
  • Analyse der Wahrnehmungsvielfalt in Ausstellungen
  • Identifikation von Barrieren für eine offene Begegnung mit Museumsobjekten
  • Entwicklung der KCA als unterstützendes Planungsinstrument
  • Optimierung des Ausstellungsdesigns durch Besucherfeedback

 

 

Die „Kurator Companion App“ als inklusives Werkzeug

Im Rahmen dieses Projekts wird die Kurator Companion App (KCA) entwickelt – ein digitales Werkzeug zur Unterstützung von Ausstellungsplaner*innen bei einer gender- und diversitätssensiblen Gestaltung. Die App bietet gezielte Empfehlungen für die inklusive Umsetzung von:

  • Artefaktpräsentation
  • Schrift, Sprache und Bildgestaltung
  • Licht- und Klangkonzepte
  • Multisensorische Erlebnisse
  • Barrierefreie Wegeführung

 

Falls bestimmte Bereiche aus denkmalpflegerischen Gründen nicht physisch zugänglich sind, schlägt die App technologische Alternativen vor, z. B. VR-Rundgänge oder interaktive Terminals.

 

Methodische Vorgehensweise

Zu Beginn des Projekts werden Stakeholder-Workshops mit Genderexpert*innen, Ausstellungsplaner*innen und Kurator*innen durchgeführt. Diese dienen einerseits der Sensibilisierung für Gender- und Diversitätsaspekte, andererseits erhält das Forschungsteam Einblicke in die Arbeitsweise und Organisationsstrukturen von Museen. Parallel dazu werden laufende Ausstellungen evaluiert – mittels:

  • Interaktiver Methoden zur Erhebung von Wahrnehmungen
  • Standardisierter Fragebögen
  • Qualitativer Interviews mit Besucher*innen, darunter auch Personen mit besonderen Bedürfnissen
  • Messung physiologischer Reaktionen und Eye-Tracking-Analysen

 

 

Entwicklung und Umsetzung der KCA

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird die Kurator Companion App mit praxisnahen Inhalten und Gestaltungsempfehlungen entwickelt. Die App soll helfen, inklusive, gendergerechte und kulturell vielfältige Ausstellungskonzepte zu realisieren und Barrieren abzubauen. Der entwickelte Prototyp wird in ein bis zwei Pilotprojekten getestet und evaluiert.

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das Projekt vereint Expertisen aus Forschung, Technik, Soziologie und Museumswesen und integriert Perspektiven unterschiedlicher Nutzerinnengruppen – darunter Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, ältere Personen und kognitiv eingeschränkte Besucher*innen. Diese interdisziplinäre Herangehensweise fördert die Akzeptanz, Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit der entwickelten Methoden über den Ausstellungsbereich hinaus.

Projektbeteiligte

Ähnliche Projekte

Zum Inhalt springen