Bild generiert mit Hilfe von KI, Idealversion einer inklusiven Ausstellungsgestaltung Foto: JOANNUM JOANNEUM RESEARCH
Unser Forschungsprojekt widmet sich der Entwicklung einer innovativen App, die Museumsmitarbeitende bei der inklusiven und gendergerechten Ausstellungsplanung unterstützt. Ziel ist es, niederschwellige, praxisnahe Informationen bereitzustellen, um eine barrierefreie Gestaltung zu ermöglichen und das Bewusstsein für Gender- und Inklusionsaspekte im Kulturbereich zu stärken.
Durch die Erhebung von Anforderungen unterschiedlicher Gender- und Diversitätsgruppen sowie die Analyse von Wahrnehmungsbarrieren entwickelt das Projekt ein digitales Werkzeug, das während der Planung konkrete Handlungsempfehlungen gibt. Die „Kurator Companion App“ trägt dazu bei, die Akzeptanz und Relevanz von Gender-Themen in Forschungs- und Praxisfeldern zu steigern und Ausstellungen für ein breites Publikum zugänglicher zu machen.
B-NK GmbH
Public Opinion Marketing- und Kommunikationsberatungs-GmbH
büro für volkskundliche forschung und museologie
Museumsbund Österreich
Die individuelle Wahrnehmung einer Ausstellung wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, darunter Geschlecht, Altersgruppe, kognitive oder körperliche Beeinträchtigungen sowie kultureller Hintergrund. Um eine breite Zielgruppe zu erreichen, ist es essenziell, diese Aspekte gezielt zu berücksichtigen. Museen verfolgen vielfältige Ziele – von Bildungs- und Vermittlungsaufgaben über emotionale und reflektierende Impulse bis hin zur Förderung kulturellen Verständnisses. Eine inklusive Gestaltung trägt entscheidend dazu bei, diese Ziele für alle Besucher*innen zugänglich zu machen.
Im Rahmen dieses Projekts wird die Kurator Companion App (KCA) entwickelt – ein digitales Werkzeug zur Unterstützung von Ausstellungsplaner*innen bei einer gender- und diversitätssensiblen Gestaltung. Die App bietet gezielte Empfehlungen für die inklusive Umsetzung von:
Falls bestimmte Bereiche aus denkmalpflegerischen Gründen nicht physisch zugänglich sind, schlägt die App technologische Alternativen vor, z. B. VR-Rundgänge oder interaktive Terminals.
Zu Beginn des Projekts werden Stakeholder-Workshops mit Genderexpert*innen, Ausstellungsplaner*innen und Kurator*innen durchgeführt. Diese dienen einerseits der Sensibilisierung für Gender- und Diversitätsaspekte, andererseits erhält das Forschungsteam Einblicke in die Arbeitsweise und Organisationsstrukturen von Museen. Parallel dazu werden laufende Ausstellungen evaluiert – mittels:
Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird die Kurator Companion App mit praxisnahen Inhalten und Gestaltungsempfehlungen entwickelt. Die App soll helfen, inklusive, gendergerechte und kulturell vielfältige Ausstellungskonzepte zu realisieren und Barrieren abzubauen. Der entwickelte Prototyp wird in ein bis zwei Pilotprojekten getestet und evaluiert.
Das Projekt vereint Expertisen aus Forschung, Technik, Soziologie und Museumswesen und integriert Perspektiven unterschiedlicher Nutzerinnengruppen – darunter Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, ältere Personen und kognitiv eingeschränkte Besucher*innen. Diese interdisziplinäre Herangehensweise fördert die Akzeptanz, Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit der entwickelten Methoden über den Ausstellungsbereich hinaus.
Die JOANNEUM RESEARCH ist Innovations- und Technologieanbieter im Bereich der angewandten Forschung. Als Forschungsgesellschaft der Länder und Regionen prägen wir mit unseren Forschungskompetenzen die Entwicklung unserer modernen Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltig und menschenzentriert. Als multidisziplinäres Team in flexiblen, innovationsfreundlichen Strukturen leben wir höchste gesellschaftliche und wissenschaftliche Ansprüche.