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Health

LinkCompanion

LAUFZEIT:

10/2026

—

09/2028

Digital unterstütztes Social Prescribing in der Primärversorgung
AI generated image showing a medical doctor, a patient and a social worker for social prescribing in project LinkCompanion

Das Projekt

Psychosoziale und soziale Anliegen wie Einsamkeit, Armut oder geringe soziale Teilhabe spielen in der Primärversorgung eine wichtige Rolle. Schätzungen zufolge hat rund jede fünfte Konsultation einen psychosozialen oder emotionalen Hintergrund. Social Prescribing bietet die Möglichkeit, solche Anliegen systematisch aufzugreifen. Fachkräfte mit Link Working Funktion begleiten Patient:innen dabei und vermitteln passende nicht medizinische Angebote im regionalen Umfeld, zum Beispiel Beratungsstellen, Vereine oder soziale Initiativen.

Im Projekt LinkCompanion wird eine digitale Begleitplattform für Social Prescribing entwickelt, erprobt und evaluiert. Sie soll Fachkräfte mit Link Working Funktion bei ihren Arbeitsprozessen unterstützen, Informationen zu regionalen Angeboten besser zugänglich machen und die Zusammenarbeit mit Patient:innen und weiteren Gesundheitsberufen erleichtern. Die persönliche Begleitung durch Fachkräfte mit Link Working Funktion bleibt dabei ein zentraler Bestandteil von Social Prescribing.

Unsere Tätigkeiten im Projekt

JOANNEUM RESEARCH übernimmt die Gesamtprojektleitung und das Projektmanagement. Wir koordinieren die wissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Arbeiten im Projekt. Zu den zentralen Aufgaben zählen die gemeinsame Konzeption und Entwicklung von LinkCompanion, die Umsetzung und Begleitung der Pilotierung sowie die Integration der Projektergebnisse. Darüber hinaus verantwortet JOANNEUM RESEARCH die technische Gesamtintegration und die Abstimmung mit den beteiligten Partner:innen.

Keine Datei zugewiesen.

Gesundheit Österreich GmbH

Universität Wien
Akademie für Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit

Details zum Projekt

Ausgangssituation

Social Prescribing gewinnt auch in Österreich an Bedeutung. In der Praxis unterscheiden sich die bestehenden Angebote und Abläufe jedoch stark zwischen einzelnen Einrichtungen und Regionen. Ein digital unterstütztes Modell, das sich in bestehende Strukturen der Primärversorgung integrieren und auf unterschiedliche Standorte übertragen lässt, fehlt bislang.

Problematik und Motivation

Ein wesentlicher Teil der Arbeit von Fachkräften mit Link Working Funktion entfällt auf den Aufbau und die Pflege regionaler Netzwerke, die Suche nach geeigneten Angeboten sowie auf Dokumentation und Koordination. Gerade in der Aufbauphase können diese administrativen Tätigkeiten bis zu 75 Prozent der verfügbaren Arbeitszeit beanspruchen. Gleichzeitig beruht Social Prescribing auf Vertrauen, persönlicher Begleitung und kontinuierlichem Kontakt. Digitale Unterstützung soll deshalb vor allem dort entlasten, wo Informationen, Abläufe und Zusammenarbeit besser organisiert werden können.

Ziele und Innovationsgehalt von LinkCompanion

Ziel von LinkCompanion ist es, gemeinsam mit Praxispartner:innen ein digital unterstütztes Social Prescribing Modell für die österreichische Primärversorgung zu entwickeln, in der Praxis zu erproben und wissenschaftlich zu evaluieren sowie ein Forschungs und Wissenstransfernetzwerk aufzubauen, das den Austausch zwischen Praxis, Forschung und weiteren relevanten Akteur:innen stärkt und zur nachhaltigen Verankerung von Social Prescribing beiträgt.

Die Plattform umfasst drei miteinander verbundene Bereiche: einen Social Prescribing Servicekatalog, einen Arbeitsbereich für Fachkräfte mit Link Working Funktion sowie patient:innenzentrierte Funktionen. Gemeinsam sollen sie Informationen besser zugänglich machen, Arbeitsabläufe unterstützen und die Begleitung im Social Prescribing erleichtern.

Die Entwicklung erfolgt partizipativ. Fachkräfte mit Link Working Funktion, Gesundheitsberufe, Patient:innen, Angehörige und Anbieter:innen regionaler Unterstützungsangebote werden in die Entwicklung und Erprobung einbezogen. Der Pilotbetrieb ist in fünf Einrichtungen der Primärversorgung vorgesehen. Qualitative Methoden wie Workshops und Interviews werden mit quantitativen Verfahren wie Nutzungsdaten, Fragebögen und Patient Reported Outcome Measures kombiniert.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zugänglichkeit von digital unterstütztem Social Prescribing. Dabei werden mögliche Zugangsbarrieren und Risiken digitaler Exklusion untersucht. Die Perspektiven mehrfach marginalisierter Gruppen werden gezielt in Co Design, Entwicklung und Evaluation einbezogen.

Wissenschaftlich unterstützt wird das Projekt durch die Akademie für Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit und die Universität Wien, Institut für Politikwissenschaft. Ergänzend begleitet ein interdisziplinär besetzter Projektbeirat das Vorhaben und bringt Perspektiven aus Forschung, Praxis und relevanten Fachbereichen ein.

Angestrebte Ergebnisse und Erkenntnisse

Bis zum Projektende soll eine in der Praxis erprobte digitale Companion Plattform für Social Prescribing vorliegen. Ergänzend werden ein Umsetzungsleitfaden sowie ein Forschungs und Wissenstransfernetzwerk aufgebaut.

Die Evaluation untersucht unter anderem, wie sich LinkCompanion in bestehende Arbeitsabläufe integrieren lässt, wie die Plattform von den beteiligten Gruppen genutzt wird und welche Auswirkungen sich auf Patient:innenbeteiligung, Zugänglichkeit, Zusammenarbeit und Arbeitsaufwand zeigen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Bestandteile des Modells auf andere Regionen und Einrichtungen der österreichischen Primärversorgung übertragen werden können und wo Anpassungen erforderlich sind.

Projektbeteiligte

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