Das Projekt beschäftigt sich mit einer Sondierung innovativer Energietauschkonzepte zwischen dem städtischen Bestandsquartier Tagger im Grazer Stadtbezirk Gries, das aktuell nach höchsten Nachhaltigkeitskriterien entwickelt wird, und angrenzenden Unternehmen als zukünftige Energieabnehmer und -produzenten. Dabei stehen insbesondere Direktleitungen für Strom, Wärme und Kälte im Fokus, welche rechtlich in Zukunft leichter möglich sein werden. Das Areal soll im Rahmen der öffentlichen Kooperation „Klimapionierstadt Graz“ zwischen der Stadt Graz und dem BMIMI gemeinsam mit dem privaten Entwickler BAR modellhaft in Richtung eines Positive Energy Districts (PED) weiterentwickelt werden. Damit dient es als wichtiger Beitrag zum Erreichen der in Graz angestrebten Klimaneutralität bis 2040.
Besonders aktuell:
Die neue Bundesregierung hat angekündigt das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) noch vor dem Sommer beschließen zu wollen. Dieses wird voraussichtlich auch neue Modelle für den direkten Austausch von Energie im Quartier enthalten. Damit ist NUCLEUS eines der ersten Projekte, welches diese neuen Optionen konkret in Bestandsquartieren untersucht – und liefert damit wertvolle Erkenntnisse für die regulatorische und technische Weiterentwicklung urbaner Energiegemeinschaften in der Stadt Graz und darüber hinaus.
