Energieversorgung im Fokus: Am 17. und 18. September 2025 fanden in Igls (Tirol) erstmals die Interalpinen Ressourcen-, Energie- und Bautage (IREB) statt. Unter dem Motto „Eine positive Energiebilanz macht noch keinen warmen Winter“ diskutierten Expert*innen, Entscheidungsträger*innen und Innovationsführer*innen über die Zukunft der Energieversorgung und die Bedeutung von Energiespeichern.
Johanna Pucker-Singer, Forscherin am Institut LIFE , stellte Ergebnisse abgeschlossener Projekte zur ökologischen Bewertung von Energiespeicher-Technologien vor und gab Einblicke in aktuelle Forschungsfragen zur Kreislauffähigkeit.
Projektergebnisse
Die Projektergebnisse zeigen, dass wesentliche Einflussfaktoren auf die Umweltwirkungen von Energiespeichern die Speicherverluste im Betrieb sind. Auch der Herstellungsaufwand ist ein relevanter Beitrag zu den Lebenszyklus-Emissionen, wenn Strom aus erneuerbaren Energieträgern gespeichert wird, speziell bei Batterien. Die Ergebnisse aus der Untersuchung von Demo-Projekten mit Batteriespeichern zeigen, dass der Batteriespeicher Treibhausgas-Emissionen reduzieren kann, wenn durch den Einsatz des Speichers die Abregelung von PV-Anlagen verhindert wird.
Kreislauffähigkeit
Im Rahmen der IEA EV Task 52 wird eine Methodik entwickelt, um die Kreislauffähigkeit von Technologien und Produkten messbar zu machen. Erste Berechnungen des „Circularity Potentials“ am Beispiel einer Lithium-Ionen-Batterie für ein Elektro-Fahrzeug zeigen, dass bei Umsetzung von Maßnahmen aus der EU-Batterieverordnung eine Erhöhung der Kreislauffähigkeit erreicht werden kann.
Kraftwerksbesuch
Am zweiten Veranstaltungstag stand eine Exkursion zur Großbaustelle des Pumpspeicherkraftwerks Kühtai der TIWAG auf dem Programm. Die Teilnehmer*innen erhielten dabei Einblicke in die größte Wasserkraftwerksbaustelle Österreichs. Ab 2026 wird die Anlage als „grüne Batterie“ einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.


