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Newsbeitrag - 

Weltfrauentag: Überraschende Fakten über Frauen

Bei unseren Forschungsprojekten und Studien kommen immer wieder überraschende Erkenntnisse zu Tage. Zum Weltfrauentag haben wir ein paar interessante Fakten über Frauen (und Männer) aufgelistet.

World Woman´s Day: Beim Weltfrauentag am 8. März stehen Frauen im Zentrum.

World Woman´s Day: Beim internationale Frauentag am 8. März stehen Frauen im Zentrum. Bild: JOANNEUM RESEARCH

Gesundheit,  Mobilität, Digitalisierung oder Innovationspolitik: Unsere Forschungsprojekte liefern immer wieder Überraschendes über Geschlechtsspezifika in verschiedensten Bereichen.

Fakten über Frauen

  • Künstliche Intelligenz & Bias: Frauen werden von KI-gestützten Bewerbungsverfahren häufiger benachteiligt, da viele Algorithmen auf männlich geprägten Trainingsdaten basieren.
  • Digitalisierung & Arbeit: Frauen nutzen digitale Assistenzsysteme häufiger als Männer, berichten aber auch öfter von Frustration über geschlechtsspezifische Benachteiligungen durch diese Technologien.
  • Mobilität & Sicherheit: Frauen ändern ihr Mobilitätsverhalten stärker aufgrund von Sicherheitsbedenken – besonders in schlecht beleuchteten oder wenig frequentierten Bereichen des öffentlichen Verkehrs.
  • Energieverbrauch: Frauen haben oft ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltigen Energieverbrauch, nutzen Energiesparmaßnahmen im Haushalt häufiger, haben aber gleichzeitig weniger Einfluss auf große energiepolitische Entscheidungen.
  • Klimawandel & Anpassung: Frauen sind stärker von Klimawandelfolgen betroffen, passen sich aber durch soziale Netzwerke oft besser an und übernehmen aktivere Rollen in nachhaltigen Gemeinschaftsinitiativen.
  • Technologie & Design: Viele Produkte, von Smartphones bis zu Sicherheitsgurten, werden weiterhin primär nach männlichen Durchschnittswerten entwickelt, was Frauen vor ergonomische Herausforderungen stellt.
  • Gesundheit & Alter: Fast doppelt so viele Frauen wie Männer werden in der Akutgeriatrie behandelt – dennoch sind Frauen im Alter insgesamt weniger pflegebedürftig.
  • Gebrechlichkeit im Alter: Frauen, die 2023 in der Akutgeriatrie betreut wurden, waren mit 53 % seltener gebrechlich als Männer (60 %).
  • Schmerzen im Alter: Frauen in der Akutgeriatrie waren 2023 stärker von Schmerzen betroffen (75 %) als Männer (63 %), was sich auf ihre Lebensqualität auswirken kann.
  • Demenz: Frauen erkranken häufiger an Demenzerkrankungen. In der Altersgruppe der 85- bis 89-Jährigen liegt der Anteil bei Frauen bei 24,98 %, bei Männern bei 19,07 %.
  • Autismus: Autismus-Spektrum-Störungen treten bei Frauen seltener auf als bei Männern, nämlich im Verhältnis 1:4. Man vermutet, dass sie bei Frauen häufig übersehen oder später erkannt werden.
  • Bewegung & Psyche: Laufen hebt die Stimmung – bei Frauen ist die stimmungsaufhellende Wirkung stärker als bei Männern.
  • Hautbeschaffenheit: Die Haut von Frauen ist dünner als die von Männern und sie enthält weniger Kollagen und Elastin, das macht sie weicher, aber auch empfindlicher.
  • Wundheilung: Genetische und hormonelle Unterschiede beeinflussen die Wundheilung, was bei Frauen und Männern zu unterschiedlichen Heilungsverläufen führen kann.

 

Aus: Gender Action Plus, INSPIRE, PREDICTOM, SmartAktiv, ETAP, Österreichischer Akutgeriatriebericht & Investigating Runner’s High: Changes in Mood and Endocannabinoid Concentrations after a 60 min Outdoor Run Considering Sex, Running Frequency, and Age sowie Mild Dementia Decision Support from AI-based Digital Biomarkers using Mobile Playful Exercises with High Adherence

Geschlechtersensible Forschung

Diese Erkenntnisse zeigen, dass Forschung nicht „geschlechtsneutral“ ist – vielmehr haben geschlechtsspezifische Unterschiede oft entscheidende Auswirkungen auf Gesundheit, Sicherheit und Teilhabe. Gleichstellung ist deshalb nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit – sie verbessert die Qualität wissenschaftlicher Erkenntnisse und technologischer Entwicklungen: Geschlechtssensible Forschung führt zu sichereren, effektiveren und inklusiveren Innovationen.

Die JOANNEUM RESEARCH setzt sich aktiv dafür ein, diese Perspektiven in Innovationsprozesse und politische Strategien zu integrieren. Denn Forschung kann bestehende Ungleichheiten sichtbar machen – und Wege aufzeigen, wie man sie überwinden kann. Wir engagieren uns in mehreren europäischen Forschungsprojekten, um strukturelle Ungleichheiten zu identifizieren und neue Bewertungs- und Innovationsansätze zu entwickeln.

  • INSPIRE schafft ein europäisches Exzellenzzentrum für inklusive Gleichstellung der Geschlechter in Forschung und Innovation. Gemeinsam mit Fraunhofer leiten wir einen Knowledge & Support Hub, der sich mit der Integration der Geschlechterperspektive in Innovationsprozesse und -politiken beschäftigt, mit dem Ziel, die Gender-Perspektive im forschungs- und innovationsorientierten Unternehmenssektor zu verankern.
  • GENDERACTIONplus untersucht, wie Geschlechterperspektiven in Innovationspolitiken integriert werden können. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt in Forschungseinrichtungen – ein Bereich, in dem viele Länder noch keine Strategien entwickelt haben.
  • RAPP-JR widmet sich der Reform von Forschungsbewertungskriterien für außeruniversitäre Einrichtungen wie JOANNEUM RESEARCH im Einklang mit den Prinzipien der Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA). Ziel ist es, qualitative Leistungskriterien stärker in den Mittelpunkt zu stellen.
  • Gendernetzwerk JOANNEUM RESEARCH – Über unser internes Netzwerk fördern wir den Austausch zu Genderfragen in der Forschung, organisieren Schulungen und sensibilisieren für geschlechtsspezifische Herausforderungen in Forschungsprozessen.

Kontaktpersonen

Mag.<sup>a</sup> Petra Mravlak
Corporate Communications
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