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Projekte -  
Digital

BEFAHRBAR

LAUFZEIT:

06/2025

05/2028

Projektlaufzeit gesamt:

3 Jahre

Bewertungsmethodik möglicher Einsatzgebiete autonomer Fahrzeuge hinsichtlich sicherer Befahrbarkeit
DIGITAL TWIN LAB Lakesidepark Klagenfurt Foto: JOANNEUM RESEARCH

DIGITAL TWIN LAB Lakesidepark Klagenfurt Foto: JOANNEUM RESEARCH

Das Projekt

Während sich Fahrzeugtechnologien dynamisch weiterentwickeln, stellen insbesondere Genehmigungs-, Strecken- und Risikobewertungsprozesse nach wie vor eine wesentliche Hürde für den skalierbaren Einsatz von SAE-Level-4-Fahrzeugen im öffentlichen Verkehr dar.

Der Übergang vom Test- in den Regelbetrieb ist derzeit mit hohem personellem, zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden. Streckenbewertungen erfolgen vielfach manuell, beruhen stark auf Erfahrungswissen und sind nur eingeschränkt standardisiert sowie reproduzierbar. Änderungen der Rahmenbedingungen oder fahrzeugspezifische Anforderungen machen häufig erneute Prüf- und Bewertungsprozesse erforderlich.

Das BEFAHRBAR-Konsortium entwickelt vor diesem Hintergrund eine standardisierte, objektive und simulationsbasierte Methodik zur Bewertung potenzieller Einsatzgebiete automatisierter Fahrzeuge hinsichtlich sicherer und effizienter Befahrbarkeit.  Durch die Entwicklung eines hochgenauen simulationsfähigen Modells der Strecke, basierend auf einem digitalen Zwilling, sollen Strecken- und Risikobewertungen, Maßnahmenentwicklung, sowie Monitoringprozesse effizienter, robuster, objektiver und kontinuierlich anpassbar gestaltet werden.

Damit unterstützt BEFAHRBAR Behörden durch standardisierte und transparente Bewertungsmethoden und ermöglicht effizientere Genehmigungs- und Prüfverfahren und trägt gleichzeitig zur sicheren und nachhaltigen Integration automatisierter Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr bei.

Unsere Tätigkeiten im Projekt

Das Digital Twin Lab der JOANNEUM RESEARCH übernimmt im Projekt BEFAHRBAR die Konsortialführung sowie zentrale operative und technische Aufgaben. In der ersten Projektphase waren wir für die Zusammenführung der ganzheitlichen Anforderungen und deren Überführung in ein Konzept für eine neue digitalisierte Bewertungs-, Begleit- und Analysemethodik zur objektiven und effizienten Risikobewertung verantwortlich. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag dabei auf der Erstellung hochgenauer, simulationsfähiger digitaler Zwillinge ausgewählter genehmigter L4-Teststrecken in Klagenfurt und Graz sowie einer PoC-Strecke in Korneuburg zur Validierung des im Projekt entwickelten Konzepts. Der digitale Zwilling bildet die reale Verkehrsinfrastruktur dreidimensional ab und dient als Grundlage, für die vom Digital Twin Lab entwickelte, automatisierte Analyse der Verkehrsumgebung. Die Methodik kombiniert die Auswertung statischer Infrastrukturparameter (Beschilderung, Bodenmarkierungen, Fahrbahneigenschaften und Spurverläufe, etc.) mit einem Abgleich fahrzeugspezifischer Operational Design Domains (ODD).

Zusätzlich werden kontextbezogene Aspekte der Umgebung berücksichtigt, etwa sensible Bereiche wie Schulen oder Kindergärten, die eine angepasste Bewertung der Befahrbarkeit erfordern. Nach der Aufbereitung der Daten für die virtuelle Befahrbarkeitsanalyse sowie dem Vergleich der Ergebnisse der entwickelten Methodik mit bestehenden Risikobewertungsverfahren auf bereits bewilligten Strecken unterstützt JR die Evaluierung und Validierung im Rahmen eines Proof of Concept. Ziel ist es, die allgemeine Anwendbarkeit der Bewertungsmethodik sowie des Betriebs- und Risikomonitorings zu demonstrieren. Dazu wird ein potenzieller Bewilligungsprozess für einen L4-Betrieb im öffentlichen Verkehr realitätsnah anhand der Teststrecke in Korneuburg nachgebildet und evaluiert.

Keine Datei zugewiesen.

Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI)
Österreichische Forschungsgesellschaft (FFG)

ALP.Lab GmbH
pdcp GmbH
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Trafility GmbH
Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) GmbH
Virtual Vehicle Research GmbH

Details zum Projekt

Das Projekt „BEFAHRBAR“ zielt darauf ab, eine automatisierte Bewertungs-, Begleit- und Analysemethodik zu entwickeln, die den Einsatz von SAE-L4-Fahrzeugen im öffentlichen Verkehr skalierbar ermöglicht. Hierzu soll eine fundierte Analyse und Bewertung der sicheren Befahrbarkeit der Strecke mit möglichst effizienten Methoden ermöglicht werden. Mithilfe der Entwicklung eines hochgenauen, simulationsfähigen Streckenmodells, das auf einem digitalen Zwilling basiert, sollen Strecken- und Risikobewertungen, die Entwicklung von Maßnahmen sowie Monitoringprozesse effizienter, robuster, objektiver und kontinuierlich anpassbar gestaltet werden. Damit sollen nicht nur die gesetzlichen Anforderungen einfach erfüllt werden, sondern auch die betrieblichen Herausforderungen und technischen Gegebenheiten adressiert werden.

Die wesentlichen Ziele sind:

  • Entwicklung einer automatisierten Bewertungs- und Analysemethodik für skalierbarern Einsatz von SAE-L4 Fahrzeugen im ÖPNV durch
  • Systematischer Abgleich mit rechtlichen, betrieblichen und fahrzeugspezifischen Anforderungen (ODD)
  • Objektive & standardisierte Strecken- und Risikobewertung
  • Effizientere Genehmigungsprozesse und reduzierte Aufwände
  • Identifikation & Mitigation von Risiken entlang der Strecke
  • Kontinuierliches Monitoring im laufenden Betrieb
  • Validierte Methodik als Proof of Concept für den Realbetrieb

 

Die entwickelten Methoden, Modelle und Verfahren werden mithilfe von Erfahrungen aus dem Testbetrieb automatisierter Fahrzeuge, bestehenden Strecken- und Risikobewertungen sowie Testfahrten in bestehenden Testsites validiert und verbessert. Die entwickelte Bewertungslogik wird für drei unterschiedliche Fahrzeugklassen – PKW, Bus und Shuttle – umgesetzt und validiert. Diese unterscheiden sich hinsichtlich Geometrie, Sensorpositionierung, Software-Stack und Datenzugang deutlich, wodurch eine fahrzeugübergreifend parametrisierbare Methodik ermöglicht wird. Anschließend wird die validierte Methodik in Form eines Proof of Concepts auf eine repräsentative Strecke mit den betreiberseitigen Anforderungen für den Realeinsatz angewandt. Schlussendlich sollen die Methoden dazu eingesetzt werden, den Genehmigungs- bzw. Strecken- und Risikobewertungsprozess so effizient und fundiert wie möglich zu gestalten und Deploymentmaßnahmen sowie das laufende Betriebs- und Risikomonitoring unterstützend zu begleiten.

 

Fördergeber

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programms Mobilitätswende 2024/1 – Mobilitätstechnologie durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert (Projektnummer: 5140265). Auftraggeber: Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI).

Projektbeteiligte

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