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Newsbeitrag - 
Digital

Virtuelle Welten zur Erkundung der Mars-Oberfläche

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Graz in Space präsentierte Thomas Ortner von der Forschungsgruppe Intelligent Vision Applications seinen Vortrag „ExoMars & Hera: Virtuelle Welten zur Erkundung der Mars-Oberfläche und des binären Asteroidensystems Didymos“.

Thomas Ortner hielt einen Vortrag bei Graz in Space über 3D-Visualisierungen für Mars Missionen

Thomas Ortner hielt einen Vortrag bei Graz in Space, Foto: JOANNEUM RESEARCH/Buchgraber

Thomas Ortner, Informatiker mit Schwerpunkt auf Computer-Visualisierung, gab einen Einblick in die Weltraumforschungsprojekte seiner Forschungsgruppe. Dazu zählen unter anderem:

  • die europäische Mars-Mission Rosalind Franklin (ExoMars), deren Start für 2028 und die Landung für 2030 geplant ist,
  • die ESA-Mission Hera zum binären Asteroidensystem Didymos sowie
  • die NASA-Mission Mars 2020 mit dem Rover Perseverance.

3D-Visualisierungen für Mars-Missionen

Zentrales Thema seines Vortrags waren die 3D-Visualisierungstechnologien der Forschungsgruppe, die auf Basis von Bilddaten der verschiedenen Rover-Kameras – wie PanCam, NavCam, LocCam und CLUPI (Close-Up Imager) – immersive virtuelle Welten erzeugen. Die daraus entstehenden 3D-Rekonstruktionen der planetaren Oberfläche werden in von JOANNEUM RESEARCH und VRVis entwickelte Software eingebettet und ermöglichen eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der beteiligten Forschungsteams. Sie unterstützen unter anderem die Navigation der Rover sowie die gezielte Auswahl und Analyse von Bodenproben.

Arnold Bauer und Komyo Furuya erstellen 3D-Geländemodelle, texturierte Meshes, Panoramen, PhotoSpheres und Datenlayer. Gerhard Paar und Piluca Caballo sind zudem intensiv an der Kalibrierung der Rover-Kameras sowie an zahlreichen Tests im Gelände und in der Simulation beteiligt.

Die so generierten dreidimensionalen Modelle ermöglichen es Wissenschaftler*innen, geologische Strukturen, Schichten und Oberflächenmerkmale sowohl auf dem Mars als auch auf Asteroiden präziser zu interpretieren. Dadurch wird der Mars auch für eine breite Öffentlichkeit greifbar: Landschaften, Rover, Bodenstrukturen, Kameras, Bohrsysteme und Laboreinrichtungen können virtuell und interaktiv erlebt werden.

Über Graz in Space

Die Veranstaltungsreihe Graz in Space wird vom Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) organisiert. Seit über 20 Jahren vermittelt sie aktuelle Themen der Weltraumforschung einem breiten Publikum in allgemein verständlicher Form. Im Jahr 2025 findet Graz in Space zum 11. Mal statt.

 

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