Foto: JOANNEUM RESEARCH/Bergma
Die Studie analysiert, wie viele erwerbsferne Personen im erwerbsfähigen Alter in Österreich ein potenziell aktivierbares Arbeitskräftepotenzial darstellen, welche Motive und Barrieren ihrer Arbeitsmarktteilnahme zugrunde liegen und welche Maßnahmen zur besseren Integration dieser heterogenen Gruppe in den Arbeitsmarkt beitragen könnten.
Ein Team von JOANNEUM RESEARCH POLICIES führt die notwendigen Voranalysen, die empirische Datenerhebung und -analyse, die Zusammenführung der Forschungsergebnisse sowie die Ableitung von Handlungsoptionen im Rahmen des Projektes durch.
CARITAS
Das potenziell aktivierbare Arbeitskräftepotenzial von erwerbsfernen Personen in Österreich betrug im Jahr 2024 291 Tsd, drei Viertel davon sind Frauen. Im Zehnjahresvergleich ging dieses Potenzial um rund 20% zurück, vor allem aufgrund steigender weiblicher Erwerbsbeteiligung. Verlaufsanalysen zeigen eine doppelte Dynamik: Rund 40% schaffen innerhalb von fünf Jahren den Übergang in Beschäftigung und weitere 10% in eine AMS-Vormerkung, während etwa 40% in persistenter Erwerbsferne verbleiben. Die qualitative Analyse identifiziert mehrere Subgruppen mit unterschiedlichen Motiven und Barrieren: Personen mit familiären Betreuungspflichten, Personen mit Migrations- und Anerkennungshürden, psychisch oder körperlich belastete Personen, sowie Personen mit Frustrations- bzw. Resignationserfahrungen. Erwerbsferne ist überwiegend strukturell erklärbar; Erwerbsarbeit besitzt für viele Befragte einen hohen Stellenwert.
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