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Projekte -  
Robotics

RobOptiCut – Automatisierte Defektkorrektur und Optimierung von Furnieren

LAUFZEIT:

06/2026

05/2029

Projektlaufzeit gesamt:

3 Jahre

Robotergestützte Verarbeitung von Laubholzfurnieren für den Hochleistungsleichtbau

Das Projekt

RobOptiCut entwickelt eine neuartige Prozesskette für den Einsatz von Laubholzfurnieren im Hochleistungs-Leichtbau. Bildgebende Verfahren, automatisierte Fehlererkennung und Robotik ermöglichen die Bestimmung der Faserorientierung sowie das gezielte Entfernen und Reparieren lokaler Fehlstellen. Dadurch soll die Ausbeute hochwertiger Furniere mehr als verdoppelt und die Basis für automatisiert gefertigte Leichtbaukomponenten geschaffen werden.

Unsere Tätigkeiten im Projekt

Wir beschäftigen uns im Projekt insbesondere mit der Entwicklung und Automatisierung der robotischen Bearbeitungsprozesse. Dazu zählen das präzise Schneiden und Schäften der Furniere sowie das Fügen der Patches. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, die Ergebnisse der sensorischen Erfassung und digitalen Prozessplanung in robuste und reproduzierbare Roboterprozesse für Laubholzfurniere zu überführen.

Keine Datei zugewiesen.

FFG

JOANNEUM RESEARCH DIGITAL
Wood Vision Research gGmbH
Weitzer Wood Solutions GmbH
Evon GmbH
FB Industry Automation GmbH
LEAN MC GmbH

Details zum Projekt

In RobOptiCut wird eine neuartige, automatisierte Prozesskette für die industrielle Nutzung von Laubholzfurnieren im Hochleistungsleichtbau entwickelt. Ziel ist es, vorhandene Holzressourcen effizienter zu nutzen und gleichzeitig die Voraussetzungen für leistungsfähige, biobasierte Leichtbaukomponenten zu schaffen.

Mit dem Umbau zu klimaresilienten Mischwäldern wird künftig insbesondere Buche in größeren Mengen zur Verfügung stehen. Für hochwertige technische Anwendungen ist die Materialausbeute derzeit jedoch gering: Lokale Fehlstellen führen dazu, dass große Bereiche eines Furniers ausgeschieden werden. Gleichzeitig ist die zuverlässige Bestimmung der Faserrichtung entscheidend, um das mechanische Potenzial des Werkstoffs optimal zu nutzen.

RobOptiCut setzt hier auf die intelligente Verknüpfung von Sensorik, Bildverarbeitung, Optimierungsverfahren und Robotik. Mittels Mikroskop-Zeilenkamera und Hyperspektralkamera werden Faserrichtung und Materialeigenschaften erfasst. Bildverarbeitungs- und Nesting-Algorithmen identifizieren Fehlstellen und bestimmen eine optimale Bearbeitungsstrategie. Lokale Defekte werden anschließend gezielt entfernt und durch geschäftete Furnier-Patches ersetzt. Dadurch soll die Ausbeute hochwertiger Furniere mehr als verdoppelt werden, während die mechanischen Eigenschaften der reparierten Furniere annähernd das Niveau fehlerfreier Furniere erreichen.

Die entwickelte Prozesskette schafft damit die technologische Grundlage für eine automatisierte Herstellung hochwertiger Furnierlagen für Holz- und Holz-Hybridbauteile. Mögliche Anwendungen reichen vom Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau bis zu Maschinenbau, Windenergie und weiteren Leichtbauanwendungen. Gleichzeitig trägt RobOptiCut durch eine höhere Materialeffizienz und den verstärkten Einsatz nachwachsender Rohstoffe zu Ressourcenschonung, CO₂-Speicherung und Defossilierung bei.

Projektbeteiligte

Bernhard Holzfeind
IKT und Leiter ROBOTICS Solution Center
DI Dr. Harald Ganster
Stv. Forschungsgruppenleitung

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