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Projekte -  
Digital

UMPAS: Umsetzung autonomer Fahrzeugsteuerung auf Basis passiver Lokalisation

LAUFZEIT:

01/2025

12/2026

Projektlaufzeit gesamt:

2 Jahre

Militärisches Nutzfahrzeug „HX-UTF 8x8 Container-VL" Foto: Rheinmetall MAN Military Vehicles Österreich GesmbH

Militärisches Nutzfahrzeug „HX-UTF 8x8 Container-VL" Foto: Rheinmetall MAN Military Vehicles Österreich GesmbH

Das Projekt

In unserem Projekt UMPAS wird ein militärisches Nutzfahrzeug (RMMV HX2) um eine autonome Fahrzeugsteuerung und eine rein passive Sensorik erweitert, um eine vorgelernte moderate Offroad-Strecke automatisiert wiederholen können.

Keine Datei zugewiesen.

Bundesministerium für Landesverteidigung
Rheinmetall MAN Military Vehicles Österreich GesmbH
Technische Universität Graz, Institut für Softwaretechnologie

Details zum Projekt

In Kriegssituationen, wie derzeit in der Ukraine, ist die Störung des Nachschubs ein Schlüsselelement. Generell sind Versorgungskonvois einer erhöhten Bedrohung durch IEDs (Improvised Explosive Devices) ausgesetzt. Automatisierte militärische Konvois mit passiver Navigation bieten die Möglichkeit, Nachschub unerkannt durch gefährliche (Feind-)Gebiete zu transportieren und gleichzeitig den Schutz der Soldaten zu gewährleisten. Darüber hinaus sind Nachschublager hochwertige Ziele. Kleine, verteilte Lager bieten daher eine bessere Versorgungssicherheit in Kriegsszenarien, gleichzeitig aber auch eine steigende logistische Komplexität, die ohne Automatisierung kaum zu bewältigen ist. Bereits heute spielen logistische Operationen eine zentrale Rolle, wie z.B. im Libanon mit der Transporteinheit „Multi Role Logistic Unit“.

Zielsetzung

Aus diesem Grund hat sich UMPAS zum Ziel gesetzt, einen autonom fahrenden LKW zu erforschen, der ausschließlich mit passiver Sensorik auskommt und auf kritische Geländesituationen reagieren kann. Dieser LKW soll in der Lage sein, im Labormaßstab bei Tageslicht und ohne Niederschlag mit passiver Sensorik und ohne Infrastruktur wie z.B. GNSS eine vorgelernte, moderate Geländestrecke mit moderater Geschwindigkeit (<= 20 km/h) automatisiert nachzufahren.

Zur Zielerreichung soll ein drive-by-wire (DBW)-fähiger RMMV HX2 Logistik-LKW zu einem automatisierten Versuchsfahrzeug umgerüstet werden. Dafür wird das Fahrzeug mit einem A-Kit ausgestattet, das im Projekt entwickelt wird. Dieses ermöglicht passive Hinderniserkennung, Lokalisierung, Pfadplanung und Navigation. Es umfasst Kameras, eine IMU und Steuerrechner und gibt fahrzeugunabhängige Fahrbefehle weiter. Die Algorithmen des A-Kits wurden bereits im Vorprojekt Simpas simulativ erforscht und müssen nun auf das reale Fahrzeug übertragen und angepasst werden. Das B-Kit im LKW nimmt die Fahrbefehle an und steuert Motor sowie Lenkeinschlag. RMMV verfügt hierfür über eine erste Version. Für Offroad-Szenarien müssen zusätzliche Regler im B-Kit entwickelt werden, um den Reibwert zwischen Reifen und Untergrund auf Basis von Fahrzeugmessdaten wie Schlupf und Beschleunigungen zu schätzen und so die Fahrsicherheit zu gewährleisten.

Versuchsaufbau mit passiver Sensorik

Am Ende des Projektes wird ein Versuchsaufbau eines militärischen Logistik-LKWs zur Verfügung stehen, der unter Laborbedingungen ausschließlich mit passiver Sensorik automatisierte Versorgungsfahrten durchführen kann. Diese neuartige, bisher nicht bekannte Technologie bietet einen hohen Innovationsgrad, da sie eine unbemerkte Versorgung ermöglicht und damit Menschenleben schützt. Darüber hinaus stärkt das Projekt UMPAS den Standort Österreich durch Technologieführerschaft und die Wettbewerbsfähigkeit von RMMV als Gesamtsystemlieferant. Sobald die militärischen automatisierten Geländefahrzeuge einsatzbereit sind, könnten sie die Branche revolutionieren, österreichische Soldatenleben schützen und die Logistik in Kriegsgebieten verbessern. Die Projektergebnisse helfen dem BMLV, die Technologie besser zu verstehen und zukünftige Ausschreibungen effizienter durchzuführen.

Das Projekt wird innerhalb des Verteidigungsforschungs-Förderprogramms FORTE durch das Bundesministerium für Finanzen (BMF) gefördert.

Projektbeteiligte

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