Unter der Projektleitung von LIFE wird im Projekt AquaFeed untersucht, ob Herstellung und Vertrieb eines nachhaltigen Raubfischfutters auf Basis regionaler Rohstoffe in Österreich umsetzbar sind. Dazu wurden bereits eine umfangreiche Literaturrecherche durchgeführt, rechtliche Rahmenbedingungen analysiert, Rohstoffverfügbarkeiten und mögliche Transportrouten modelliert sowie Praxisversuche durch Aquakulturbetriebe umgesetzt.
Synergien mit anderen Projekten, Diskussion und Vernetzung
Im Rahmen des Vernetzungstreffens wurden neben einem Update zu AquaFeed weitere thematisch verwandte Projekte aus Österreich und Deutschland vorgestellt. In den nachfolgenden Break-Out-Sessions fanden moderierte Diskussionen in Kleingruppen zu den verschiedenen Themen und Projekten statt. Der produktive Austausch brachte die Erfahrungen und Anforderungen aus der Praxis mit dem aktuellen Wissensstand aus Forschung und Perspektiven der Verwaltung zusammen.
Vertreten beim zweiten Vernetzungstreffen waren:
- Fischzucht und Verarbeitung: Biofisch GmbH, EISVOGEL Hubert Bernegger GmbH, Fischereibetrieb Payr, WALDLAND Tierveredelungs GmbH
- Futtermittelherstellung: Garant-Tiernahrung GmbH, PUREA Austria GmbH, Entolum GmbH
- Wissenschaft: AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung des Alfred-Wegener-Instituts, BAW – Bundesamt für Wasserwirtschaft, BOKU – Universität für Bodenkultur, Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV, Hochschule Bremerhaven, JOANNEUM RESEARCH, LfL – Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Veterinärmedizinische Universität Wien
- Beratung/Interessensvertretung: Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Österreichischer Verband für Fischereiwirtschaft und Aquakultur, Südtiroler Bauernbund
- Ministerien: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Weitere Schritte im Projekt
Die nächsten Schritte im Projekt umfassen unter anderem Fütterungsversuche sowie eine Erhebung bei Aquakulturbetrieben in Österreich. Die im Stakeholder-Treffen erarbeiteten Aspekte werden dabei berücksichtigt. Kurz vor Projektende ist ein drittes Vernetzungstreffen geplant, u.a. um die Möglichkeiten zur Überführung der Ergebnisse in die Praxis zu diskutieren.

Dieses Projekt wird im Rahmen des Ressortforschungsprogramms über dafne.at mit Mitteln des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft finanziert. Das BMLUK unterstützt angewandte, problemorientierte und praxisnahe Forschung im Kompetenzbereich des Ressorts.