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Projekte -  
Life

AquaFeedData

LAUFZEIT:

04/2026

—

03/2028

Projektlaufzeit gesamt:

2 Jahre

Ökonomische und ökologische Daten für eine potenzielle österreichische Fischfutterproduktion
Foto von Fischteichen zur Fischzucht mit einem Mitarbeiter im Hintergrund

Foto: JOANNEUM RESEARCH/Lienhart

Das Projekt

AquaFeedData sammelt und generiert sozioökonomische und umweltbezogene Daten zu einer potenziellen österreichischen Fischfutterproduktion aus regionalen Rohstoffen. Diese Datenbasis ermöglicht die Beantwortung praxisrelevanter Fragenstellungen und unterstützt die Sicherstellung nachhaltiger Futtermittelsysteme für eine kompetitive Aquakultur in Österreich.

Die zentralen Fragestellungen sind:

  • Unter welchen Bedingungen ist ein regionales Fischfutter wirtschaftlich machbar?
  • Wie schneidet es beim CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu marktüblichen Produkten ab?

 

Unsere Tätigkeiten im Projekt

Im Projekt werden sozioökonomische und umweltbezogene Daten zu einer potenziellen regionalen Fischfutterproduktion erhoben, aufbereitet und analysiert. Die Erhebung umfasst Kosten, Produktionsprozesse, Lieferketten und die Konkurrenzsituation entlang der Wertschöpfungskette sowie Massen- und Energiebilanzen von Rohstoffen, die marines Fischmehl im Futter ersetzen können. Auf dieser Grundlage werden die wirtschaftlichen Auswirkungen für typische Aquakulturbetriebe modelliert und die Umweltauswirkungen mittels Lebenszyklusanalyse bewertet.

DIin (FH) Sabrina Dreisiebner-Lanz, MSc
Keine Datei zugewiesen.

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, gefördert aus dem Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF)

Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES)
Biofisch GmbH
Bundesamt für Wasserwirtschaft (BAW)
Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Markus Payr

Details zum Projekt

Fisch aus heimischer Produktion ist gefragt, doch der Selbstversorgungsgrad in Österreich ist gering. Zugleich ist die Aquakultur stark von Fischmehl- und Fischölimporten aus der Meeresfischerei abhängig und damit globalen Preissteigerungen ausgesetzt. Fischfutter aus regionalen Rohstoffen könnte diese Abhängigkeit verringern und die Wertschöpfung stärken.

 

AquaFeedData untersucht wirtschaftliche Potenziale und Umweltauswirkungen einer österreichischen Fischfutterproduktion aus alternativen Rohstoffen. Aufbauend auf bisherigen Pilotstudien zur Datenerhebung in der Fischerei und Aquakultur schließt das Projekt gezielt sozioökonomische Datenlücken. Eine komplementäre Bearbeitung zum DaFNE-Projekt „AquaFeed“, welches die technische und rechtliche Machbarkeit eines solchen Futtermittels untersucht, ermöglicht die ideale Nutzung von Synergien bei klarer inhaltlicher Abgrenzung.

 

Methoden

  • Sozioökonomische Datenerhebung: Erfassung von Rohstoffkosten und -mengen, Erlösen, Produktionssystemen und Mengenflüssen von Schlüsselrohstoffen, unter Berücksichtigung von Qualität, Sicherheit und relevanten EU-Rechtsvorschriften
  • Analyse von Produktionsnetzwerken: Ermittlung der Kosten verschiedener Produktionsvarianten sowie Umlegung der Kosten auf realistische Produktionsmengen und wirtschaftliche Bewertung möglicher Lieferketten
  • Typical Farm Approach: Generierung und Validierung spartenspezifischer Daten anhand eines mikroökonomischen Modells zur Analyse der Auswirkungen auf betriebliche Kosten und Erträge
  • Lebenszyklusanalyse (cradle-to-gate): Vergleich der CO₂-Bilanz von regional produziertem und herkömmlichem Fischfutter basierend auf Massen- und Energiebilanzen sowie Szenarienvergleich unterschiedlicher Rohstoffeinsätze und Produktionstechnologien

 

Die Ergebnisse schaffen eine fundierte Datengrundlage zur Bewertung der wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale einer Fischfutterproduktion aus regionalen Rohstoffen. Daraus werden Empfehlungen für die nächsten Schritte zur Umsetzung abgeleitet.

 

Fördergeber

Projektbeteiligte

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