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EU-Projekt: Gleichstellung beginnt auch bei der Forschungsförderung

Wie können Forschungsförderungsorganisationen dazu beitragen, Geschlechtergleichstellung und Inklusion im Europäischen Forschungsraum voranzubringen? Genau hier setzt das EU-Projekt GENDERACTIONplus2027 an.

Gleichstellung beginnt auch bei der Forschungsförderung

EU-Projekt GENDERACTIONplus2027

„Forschungsförderungsorganisationen kommt eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung von ERA-Zielen zu. Denn sie definieren, was als förderwürdig gilt. In unseren Forschungsarbeiten haben wir gesehen, wie viel einzelne Forschungsförderungsorganisationen in Richtung Gleichstellung bewegen können und dass es mitunter einfache Dinge sind, die einen Unterschied machen“,
sagt Helene Schiffbänker, die die Arbeiten von JOANNEUM RESEARCH im Projekt leitet.

JOANNEUM RESEARCH übernimmt dabei eine zentrale Rolle und koordiniert gemeinsam mit der schwedischen Innovationsagentur Vinnova den Austausch zwischen europäischen Förderorganisationen.

Wer Forschung fördert, gestaltet auch mit, welche Themen untersucht werden, welche Projekte Unterstützung erhalten und welche Rahmenbedingungen dabei gelten. Forschungsförderungsorganisationen sind deshalb wichtige Akteure, wenn es darum geht, Gleichstellung nachhaltig im europäischen Forschungs- und Innovationssystem zu verankern.

Das von Horizon Europe geförderte Projekt GENDERACTIONplus2027 läuft von 2026 bis 2028. Es baut auf den Erfahrungen des Vorgängerprojekts GENDERACTIONplus auf und verfolgt das Ziel, Geschlechtergleichstellung im Europäischen Forschungsraum – kurz ERA – weiter zu stärken. Dafür sollen bestehende Ansätze besser aufeinander abgestimmt, Kompetenzen ausgebaut und praxistaugliche Instrumente entwickelt werden.

Lernen voneinander – über Ländergrenzen hinweg

Ein Herzstück des Projekts ist eine europäische Community of Practice. Sie besteht aus 2 Gruppen: Eine bringt Vertreter*innen nationaler Behörden zusammen, die zweite richtet sich an Forschungsförderungsorganisationen. Durch Erfahrungsaustausch, gegenseitiges Lernen und gemeinsame Aktivitäten werden neue Ansätze entwickelt, erprobt und für die Praxis nutzbar gemacht.

JOANNEUM RESEARCH koordiniert gemeinsam mit Vinnova den Zirkel der Forschungsförderungsorganisationen. Rund 20 Förderorganisationen aus europäischen Ländern tauschen darin Erfahrungen aus und arbeiten an Methoden und Instrumenten, mit denen Gleichstellung und Inklusion in Forschung und Innovation stärker berücksichtigt werden können.

Von Strategien zu konkreten Instrumenten

GENDERACTIONplus2027 will die Zusammenarbeit und politische Koordinierung innerhalb Europas stärken. Gleichzeitig sollen Kompetenzen für die Entwicklung, Umsetzung, Beobachtung und Bewertung inklusiver und intersektionaler Gleichstellungsmaßnahmen aufgebaut werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf konkreten Instrumenten für Gleichstellung und Gender Mainstreaming in Forschung und Innovation. Darüber hinaus sollen Fortschritte systematisch beobachtet und erfolgreiche Ansätze so verankert werden, dass sie auch über die Projektlaufzeit hinaus Wirkung entfalten.

Europäisches Konsortium

Am Projekt beteiligt sind das Institute of Sociology der Czech Academy of Sciences, die University of Southern Denmark, Yellow Window, das National Information Processing Institute, die Higher Education Authority, Vinnova, JOANNEUM RESEARCH sowie das Institut für Höhere Studien.

 

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