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Policies

KIBA: KI-Kompetenzen in der Arbeitswelt

LAUFZEIT:

07/2026

—

12/2026

Projektlaufzeit gesamt:

6 Monate

Anforderungen, Barrieren und Handlungsoptionen für Beschäftigte und Interessenvertretungen
KI Kompetenzen in der Arbeit

KI verändert Aufgaben, Abläufe und die Steuerung von Arbeit, Foto: Pexels/Bertelli

Das Projekt

Das Projekt untersucht, welche KI-Kompetenzen in der Arbeitswelt Beschäftigte, Betriebsrät*innen und Interessenvertretungen benötigen, um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt sachkundig zu nutzen, kritisch zu bewerten und mitzugestalten. Im Fokus steht die Frage, welche Anforderungen durch KI in Arbeitsprozessen entstehen, welche Barrieren beim Kompetenzaufbau bestehen und welche Rolle Interessenvertretungen bei Orientierung, Vermittlung und Gestaltung übernehmen können. Ziel ist es, eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die arbeits- und interessenpolitische Auseinandersetzung mit KI-Kompetenz zu schaffen.

Unsere Tätigkeiten im Projekt

Im Rahmen des Projekts verantwortet ein Team von JOANNEUM RESEARCH POLICIES die Aufbereitung des Forschungsstands, die Analyse von Strategien und internationalen Initiativen, die Durchführung von Expert*inneninterviews und Stakeholder-Workshops sowie die Synthese der Ergebnisse in einem Analysebericht und einem Policy Brief.

Keine Datei zugewiesen.

Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien (AK Wien)

Details zum Projekt

Der betriebliche Einsatz von KI hat sich in Österreich rasch ausgeweitet: Laut Statistik Austria nutzten 2025 bereits 30 Prozent der Unternehmen ab zehn Beschäftigten KI, ein Jahr zuvor waren es 20 Prozent. KI-Systeme verändern dabei weniger ganze Berufe als Aufgabenprofile und Abläufe; zunehmend verteilen sie auch Aufgaben, werten Leistungen aus und bereiten Entscheidungen vor. Seit Februar 2025 verpflichtet Art. 4 der europäischen KI-Verordnung Anbieter und Betreiber von KI-Systemen zudem, Maßnahmen zur KI-Kompetenz ihres Personals zu setzen. In der Praxis wird diese Pflicht häufig als Compliance-Aufgabe behandelt; die Perspektive der Beschäftigten und ihrer Vertretungen ist bislang wenig systematisch ausgearbeitet.

Das Projekt versteht KI-Kompetenz daher nicht als bloßes Bedienwissen, sondern als Gestaltungsfähigkeit, die auf drei Ebenen wirksam wird: individuell als sachkundige Anwendung und kritische Prüfung von KI-Ergebnissen, organisational als Einbettung von KI in Prozesse, Verantwortlichkeiten und menschliche Aufsicht, gesellschaftlich-institutionell als kollektive Aushandlung von Regeln und Grenzen des KI-Einsatzes, etwa über Mitbestimmung und Transparenz. KI-Kompetenz ist damit ein Zusammenspiel von Können, Dürfen und Ermöglicht-Werden und zugleich eine Frage von Zugang, Teilhabe und Arbeitsqualität.

Methodisch verbindet das Projekt Literatur- und Dokumentenanalyse, eine vergleichende Einordnung internationaler Initiativen, Expert*inneninterviews sowie Stakeholder-Workshops mit Vertreter*innen aus Interessenvertretung, Bildung, Wissenschaft und betrieblicher Praxis. Die Ergebnisse fließen in einen Analysebericht, einen Policy Brief und eine wissenschaftliche Publikation ein. Das Projekt baut auf Vorarbeiten von JOANNEUM RESEARCH und der AK Wien auf, darunter das Konzeptdesign für ein KI-Observatorium des österreichischen Arbeitsmarktes.

Fördergeber

Projektbeteiligte

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