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Das RAPP-JR Projekt wurde im Rahmen des CoARA Boost Calls 1 als institutional change Projekt gefördert. JR ist Teil der Koalition (CoARA) und bekennt sich damit dazu, sich aktiv an einer Weiterentwicklung von Forschungsbewertungsprozessen hin zu mehr Fairness und Inklusivität zu beteiligen. Mit der Unterzeichnung hat sich JR ebenfalls bereit erklärt, einen Aktionsplan für die eigene Organisation vorzulegen, der eine organisationale Veränderung in Sinne der CoARA Prinzipien verfolgt. Das Hauptziel des RAPP-JR Projekts war es in diesem Kontext, in einem partizipativen Prozess unter Einbeziehung aller institutionellen Ebenen Leitlinien zu entwickeln, die als Vorbereitung für diesen Aktionsplan zu verstehen sind.
Das Projektteam fungierte auf zwei Ebenen: a) Befragung der Beschäftigten zum Status quo und gleichzeitig Sensibilisierung für CoARA principles, b) als Vermittlungsstelle zwischen verschiedenen Interessen und Perspektiven innnerhalb der Organisation. Durch das Projekt wurden Resourcen für die Ausarbeitung eines Aktionsplans für die Umsetzung der CoARA Prinzipien zur Verfügung gestellt.
Das Hauptziel des RAPP-JR Projekts war es, Leitlinien zu entwickeln, welche als Grundlage für den Aktionsplan dienen sollen, den JR als Unterzeichnerin und Teil der Koalition (CoARA) verpflichtet ist, vorzulegen. In dem Projekt lag der Fokus auf drei Themenbereichen, welche von den geförderten Projekten individuell nach ihren eigenen Gegebenheiten gewählt werden konnten. Diese waren: Exzellenz in der außeruniversitären Forschung, Rekrutierung und inklusive Karrieren sowie Open Science.
Für die Entwicklung dieser Leitlinien, welche einerseits eine Darstellung der aktuellen Situation in der JR sind, und andererseits konkrete Handlungsempfehlungen für eine Veränderung enthalten, wurde ein partizipativer Zugang gewählt, welcher alle Organisationseinheiten und institutionellen Ebenen miteinbezieht. So wurden die Geschäftsführung und das Top Management in Form einer Taskforce in das Projekt einbezogen und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen unter Anwendung verschiedener partizipativer Methoden. Dieser Zugang erfüllte einerseits den Zweck, die Leitlinien und Handlungsempfehlungen so nah wie möglich an den Bedürfnissen der verschiedenen Akteure zu gestalten, andererseits erfüllte die Anwendung dieser Methoden auch den Zweck, Bewusstsein für die CoARA Prinzipien, die von CoARA definierten Ziele und die Notwendigkeit, Forschungsbewertungssysteme hin zu mehr Fairness und Inklusivität zu reformieren, unter dem wissenschaftlichen Personal in der JR zu bilden. Eine wichtige Methode dafür im Projekt waren die digitalen Notizbücher. Über die Anwendung dieser Methode, sowie deren Potential, Bewusstseinsbildung zu erreichen, entstand im Projekt eine Publikation, welche unter folgendem Link abgerufen werden kann (https://zenodo.org/records/17913866).
Das Hauptergebnis dieses Projekts, die entwickelten Leitlinien, jeweils eine Leitlinie für einen Themenschwerpunkt, mit den Handlungsempfehlungen können unter folgendem Link abgerufen werden (https://zenodo.org/records/17913298).
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