DIGITAL

Learning4Generations 

Intergenerationelles Lernen zwischen Schülern und Senioren rund um die Themen Computer, Internet und Neue Medien.

Der größte Teil der Generation 60+ nutzt die digitale Welt des Computers und des Internets, insbesondere soziale Medien, bisher nur spärlich. Somit besteht die Gefahr, dass dieser Teil der Bevölkerung von wesentlichen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens, das laufend durch soziale Medien unterstützt, beeinflusst und verändert wird, ausgegrenzt wird. Experten/innen sprechen von der digitalen Kluft (Digital Divide) bzw. von sozialer Exklusion und Deprivation. Learning4Generations trägt dazu bei, diese Kluft zu verringern, indem spezielle Web-Plattformen entwickelt und erprobt werden, die durch intergenerationelles Lernen der Generation 60+ den Zugang zur digitalen Welt vereinfacht.

Der demographische Wandel verlangt kontinuierlich nach neuen Formen intergenerationalen Kommunizierens, Lernens und Zusammenlebens. Vor allem für die jüngere Generation spielt das Web dabei eine wesentliche Rolle. Darauf aufbauend entwickeln wir innerhalb des Projekts Methoden für die intergenerationale Nutzung sozialer Medien, die ein wesentliches Instrument für ein nachhaltiges Miteinander der Generationen darstellen.

Projektziele

Das Projektziel von Learning4Generations besteht in der Vermittlung von Lehrkompetenzen an Schüler/innen, damit diese Senioren/innen bei der Nutzung von digitalen und sozialen Medien unterstützen können. Diese Hilfestellung erfolgt in einer Mischung von Präsenz- und virtuellen Lehr- und Lerneinheiten. Dazu werden intergenerationale Lernmethoden, Lernszenarien und eine alters- und gendergerechte Web-2.0-Plattform entwickelt. Der parallel dazu stattfindende Aufbau einer Lehr- und Lerncommunity sorgt für eine nachhaltige Nutzung der Erkenntnisse auch über die Projektlaufzeit hinaus.

Analyse

In der ersten Analysephase wurden bei der großen und seit Jahren etablierten Aktion „Fit am PC“, die von der Kleinen Zeitung gemeinsam mit rund 100 Schulen in Kärnten und der Steiermark veranstaltet wird, mehr als 1.000 Senioren/innen und rund 840 Schüler/innen befragt. Wesentliche Themenbereiche der Befragungen waren:

  • In welcher Form und zu welchen Tageszeiten werden neue Technologien (Computer, Internet und mobile Endgeräte) genutzt?
  • Besteht bei Senioren/innen Bedarf an Schulungen und Unterstützung bzw. wie oft und zu welchen Themen?
  • Was motiviert Schüler/innen, ältere Personen mit Informationen bei technischen Fragen zu unterstützen?
Prototyp

Die Ergebnisse der Befragungen wurden in Anforderungen für ein System übersetzt, das Senioren/innen erlaubt, Fragen zu stellen, und Schülern diese Fragen zu beantworten. Die Umsetzung erfolgte in Form von Erweiterungen und Adaptierungen der bestehenden Web-2.0-Plattform www.seniorenimnetz.at für die Senioren/innen sowie einer für Mobilgeräte optimierten Webapplikation für die Schüler/innen.

Praktischer Einsatz

Als Motivation für die Nutzung der Möglichkeiten durch Schüler/innen und Senioren wurde ein Spiel angedacht, in dem für alle Aktivitäten im System Punkte gesammelt werden können. Aktivitäten sind beispielsweise Fragen, Antworten, Vernetzung mit anderen Teilnehmern/innen aber auch das Hochladen eines Profilbildes auf Seniorenseite.

Das Spiel wurde im Herbst 2013 als gemeinsame Aktivität mit der Aktion „Fit am PC 2013“ gestartet. Die Besten in den Rankings erhalten Preise in Monatswertungen. Am Ende des Schuljahrs werden die Gesamtsieger/innen bei Senioren/innen und Schüler/innen ermittelt, wobei die besten Klassenverbände und Schulen auch Preise erhalten können.