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Marktsegmentstudie Baubranche

Am 23. Mai 2017 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz das Marktklima in der Baubranche präsentiert. POLICIES wurde mit der Analyse beauftragt.

v.l.: DI Alexander Pongratz (Landesinnungsmeister Bau, Wirtschaftskammer Steiermark), Mag. Mag. Eric Kirschner (POLICIES) und DI Gerald Fuxjäger (Präsident der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Steiermark und Kärnten)

Die Studie beschäftigt sich mit den Beschäftigungsschwerpunkten und Marktentwicklungen im heimischen Bauwesen. Berücksichtigt wurden Baumeister- und Ziviltechnikerbetriebe. Die Auswertungsergebnisse zeigen ein deutliches Bild: (i) der durchschnittliche Auftraggeber eines Ziviltechnikerbetriebes ist über 40 Jahre alt, verfügt über eine akademische Ausbildung und lässt ein Wohnobjekt aus dem höheren Preissegment in urban geprägten Regionen planen, (ii) durchschnittliche Kundinnen und Kunden der Baumeisterbetriebe sind jünger, also unter 40 Jahre alt, und beauftragen eine Wohnobjektobjektplanung aus dem mittleren Preissegment in einer ländlichen Region.

Der Bereich Hochbau ist für heimische Baumeisterbetriebe von überdurchschnittlicher Relevanz, hierbei kommt vor allem dem Einfamilienhaussegment eine entscheidende Bedeutung zu. Kernbereiche des Hochbaues sind auch für Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker von zentraler Bedeutung. Diese sind jedoch auch in anderen Bereichen wie Straßenbau, Wasserbau, Raumplanung und verstärkt in beratenden Tätigkeiten aktiv. Sowohl Ziviltechniker- als auch Baumeisterbetriebe sind in allen Planungsphasen aktiv, eine Differenzierung ist jedoch auch hier erkennbar. Ziviltechnikerbetriebe sind dabei besonders in Planung und Ausführungsvorbereitung sowie beratenden Tätigkeiten tätig, also verstärkt in den vorgelagerten Projektphasen. Baumeisterbetriebe sind überdurchschnittlich stark in der Begleitung der Bauausführung sowie dem Projektabschluss tätig.

Bezogen auf die konjunkturelle Lage empfinden beide Akteure die Entwicklungen in der jüngsten Vergangenheit als positiv, was vor allem auf eine steigende Investitionstätigkeit privater Auftraggeber in Kernbereichen des Hochbaues zurückzuführen ist. Andere Marktsegmente stagnierten tendenziell, die Investitionsbereitschaft öffentlicher Auftraggeber ging zudem über die letzten Jahre zurück. Trotz einem leichten konjunkturellen Aufschwung wird die derzeitige Marktsituation als neutral bis angespannt wahrgenommen, eine Empfindung welche in Kärnten stärker ausgeprägt scheint.

Die zukünftigen Erwartungen und Wahrnehmungen zu potenziellen Chancen und Hemmnissen weisen starke Ähnlichkeiten zwischen befragten Baumeister- und Ziviltechnikerbetrieben auf. So blicken die Befragten optimistisch in die Zukunft und gehen von einer weiteren Zunahme der privaten Investitionsbereitschaft, begünstigt durch ein niedriges Zinsniveau und den Zuzug in urbane Regionen, aus. Als Entwicklungshemmnisse werden vor allem der Grad der Bürokratisierung, Arbeitskräftemangel und Ausbildungsqualität sowie die zurückhaltende Investitionsbereitschaft öffentlicher Auftraggeber wahrgenommen.

Kontakt: Mag. Mag. Eric Kirschner